Kommentare zu: Swap unter Linux, ein paar Notizen http://blog.jonaspasche.com/2011/04/28/swap-unter-linux-ein-paar-notizen/ Technik, Kram und Drumherum Wed, 30 Dec 2015 21:32:06 +0000 hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.4.14 Von: Joe http://blog.jonaspasche.com/2011/04/28/swap-unter-linux-ein-paar-notizen/comment-page-1/#comment-218527 Thu, 20 Aug 2015 14:20:00 +0000 http://blog.jonaspasche.com/?p=1054#comment-218527 Moin,

wie sieht das ganze aus, wenn ich auf meinem Server einen Raid-10 aus 4 HDD’s habe und jetzt mit 2 kleinen SSD’s swappe, scheint das in irgendeiner Weise sinnvoll und bringt das eine wirkliche Leistungssteigerung?

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Von: Christopher Hirschmann http://blog.jonaspasche.com/2011/04/28/swap-unter-linux-ein-paar-notizen/comment-page-1/#comment-1382 Wed, 02 Nov 2011 10:42:39 +0000 http://blog.jonaspasche.com/?p=1054#comment-1382 Bei SSDs ändert sich die Technik leider immer noch so rasant, daß man kaum Aussagen darüber treffen kann, wie man mit ihnen umgehen soll. Bei älteren SSDs würde der Bereich in dem die SSD-Partition liegt verstärkt abgenutzt werden, bei neueren würde die SSD die Schreibzyklen intern über alle Blöcke verteilen und somit für eine gleichmäßige Abnutzung der SSD sorgen, die Abnutzung bliebe also nicht auf den Bereich der Swap-Partition beschränkt. Vernünftige SSDs sollten auch eine ganze Menge Schreibzyklen aushalten. Letztlich läuft es aber darauf hinaus, daß SSDs immer noch verdammt teuer sind und immer nur eine begrenzte Menge an Schreibzyklen vertragen werden. Mit der gleichen Argumentation könnte man aber auch davon abraten, sehr stark beschäftigte Datenbanken auf SSDs schreiben zu lassen.

Wenn einem Swap so wichtig ist und man das Geld dafür hat, kann man das machen. Ggf. sollte man lieber mehrere SSDs verbauen und eine davon nur zum Swappen verwenden und für nichts anderes, damit ihre Abnutzung am Ende nicht zu Datenverlusten führt. Wenn ich die aktuellen RAM-Preise mit denen von SSDs vergleiche, dann würde ich mich klar für mehr RAM entscheiden und nicht dafür, eine SSD mit Swap zu belasten. Ich bin SSDs gegenüber aber auch noch etwas skeptisch eingestellt und würde sie wo immer möglich nur mit einer Festplatte zusammen einsetzen und alles was häufig und viel schreibt auf die Festplatte sortieren.

Linux kann sehr gut auch ohne Swap auskommen. Der Swap dient zwei Zwecken:

1.) Zunächst einmal kann Linux mit einem Swap selten bis gar nicht benutzte Pages aus dem RAM auslagern. Das ist insbesondere dann sinnvoll, wenn man etwa Programme einsetzt deren Funktionsumfang man nur teilweise nutzt. Ein typischer Fall wäre z.B. Evolution, wenn man es ausschließlich als Mail-Programm nutzt und die ganzen Kalender-Funktionen gar nicht benötigt. Linux könnte dieses Benutzungs-Muster erkennen und den durch die Kalender-Funktionalität belegten RAM in den Swap auslagern. Deswegen ist eine hohe Swappiness auf Desktops oft gar nicht so schlecht. Auch auf Servern kann es Fälle geben in denen das sinnvoll sein kann.

2.) Wenn Linux akut der RAM ausgeht, kann es auch aktive Programme in den Swap verlagern und sich so etwas Luft verschaffen. Erfahrungsgemäß hilft das aber meist nicht für lange. Erstens wird der Rechner dann spürbar langsamer, zweitens ist damit das Problem daß irgendetwas viel zu viel RAM belegt meist nicht behoben. Ob mit Swap oder ohne, irgendwann kommt der Punkt wo der Kernel feststellt, daß er keinen Speicher mehr frei hat, also „out of memory“ (OOM) ist. Er wird dann anfangen Programmen zu befehlen sich zu beenden. Wenn alle Programme darauf reagieren, kann das Problem sich dadurch beheben. Auf einem Server bestünde sogar die Chance, daß die Programme danach wieder gestartet werden und alles wieder normal weiter läuft. Auf einem Desktop würde der Benutzer vermutlich fluchend vor dem Bildschirm sitzen und alsbald neustarten.

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Von: Jonas Pasche http://blog.jonaspasche.com/2011/04/28/swap-unter-linux-ein-paar-notizen/comment-page-1/#comment-1377 Tue, 01 Nov 2011 10:59:06 +0000 http://blog.jonaspasche.com/?p=1054#comment-1377 Hi Kalle, da der Blogpost von meinem Kollegen Chris stammt (der mit dem Themenbereich gleichzeitig am versiertesten von uns ist), überlasse ich die Antwort gerne ihm. Er ist allerdings gerade im Urlaub; kann also etwas dauern, sorry.

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Von: Kalle Grabowski http://blog.jonaspasche.com/2011/04/28/swap-unter-linux-ein-paar-notizen/comment-page-1/#comment-1374 Tue, 01 Nov 2011 10:08:46 +0000 http://blog.jonaspasche.com/?p=1054#comment-1374 Frage zu Swap und SSD

Eine Swap-Partition wäre nicht sinnvoll, da sich dieser Bereich schnell abnutzen würde. Ok.
Aber eine swap-Datei auf einer SSD kombiniert mit einer niedrigen swappiness sollte doch ein guter Weg sein oder!? Hier sollte sich die Abnutzung über die ganze SSD verteilen, sodass die Lebensdauer nicht dramitisch sinkt. Bei einer hinreichend großen Platte sollte das kein Problem darstellen. Oder ist der Swap-Traffic so exorbitant.

PS: Was macht Linux denn, wenn ich gar keinen Swap habe? Es müsste dann doch immer den entsprechend „am wenigsten genutzten“ Teil des RAM bei Bedarf frei räumen. Die normalerweise „ruhenden“ Daten würden dann vorworfen und müssen beim „aufwecken“ der entsprechenden Prozesses neu erzeugt werden, anstatt nur rübergeschoben, was eher einem Neustarten eines Programms/Prozesses gleichkommt.
Wieviel Performance kostet es kein Swap zu haben? (Das hängt logischerweise vom System und der Nutzung ab, wieviel RAM, wieviele Programme laufen gleichzeitig usw. also ob swap überhaut genutzt wird. Aber eine ungefähre Aussage?)

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Von: Sven http://blog.jonaspasche.com/2011/04/28/swap-unter-linux-ein-paar-notizen/comment-page-1/#comment-616 Thu, 16 Jun 2011 14:16:36 +0000 http://blog.jonaspasche.com/?p=1054#comment-616 Danke für die Aufklärung zu swappiness. Ich werde bei meinem Server mal versuchen, einen optimalen Wert zu finden.

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Von: liquid http://blog.jonaspasche.com/2011/04/28/swap-unter-linux-ein-paar-notizen/comment-page-1/#comment-396 Tue, 03 May 2011 10:58:53 +0000 http://blog.jonaspasche.com/?p=1054#comment-396 Danke für diesen ausführlichen Beitrag!

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